Seit Jahrtausenden gilt die Hasel als kraftvolles Symbol. In vielen Kulturen steht sie für:
Haselzweige wurden sowohl in heidnischen als auch in christlichen Kulturen als Grabbeigaben verwendet – als Zeichen für den Kreislauf des Lebens und die Verbindung zwischen den Welten.
Im antiken Rom war die Hasel ein Symbol des Friedens und der Versöhnung. Unterhändler trugen Haselzweige als Zeichen ihrer guten Absichten bei Friedensverhandlungen.
Durch ihre sehr frühe Blüte kündigt die Hasel den Beginn des Frühlings an. Sie steht für Neubeginn, Hoffnung und das Erwachen der Natur. Deshalb werden Haselzweige traditionell auch für Palmbuschen, Frühlings- und Osterdekorationen genutzt.
In der germanischen Mythologie galt die Hasel als heilige Zauberpflanze. Ihr alter Volksname „Hexenstrauch“ verweist auf die vielen magischen Überlieferungen, die sich um sie ranken.
Die Hasel vereint in vielen Überlieferungen alle vier Elemente:
Erde: Verwurzelung, Fruchtbarkeit, Schutz
Wasser: Intuition, Träume, Weissagung
Luft: Inspiration, worte, Dichtung, Gedanken
Feuer: Lebensfreude, Begeisterung ,inneres Licht.
Darum galt sie als idealer Baum für Zauberstäbe, Ruten und Talismane.
Dem Haselzweig wurde nachgesagt, verborgene Kräfte und Energien sichtbar zu machen. Deshalb fertigte man aus ihm Wünschelruten, mit denen Wasseradern, Schätze oder Kraftorte aufgespürt werden sollten.
Schutzbaum und Haussegen: Haselzweige wurden über Türen gesteckt oder in Ställe gelegt, um Krankheiten, Unheil, Blitze und böse Einflüsse fernzuhalten. Besonders zur Zeit der Rauhnächte galt die Hasel als Pflanze, die den Übergang zwischen den Jahren bewacht.
Die harte Schale und der nährende Kern machten die Haselnuss zu einem Sinnbild für:
In der Mystik steht sie damit für dne Weg nach innen - vom Sichtbaren zum Wesentlichen.
Im Märchen „Aschenputtel“ erbittet sich das Mädchen einen Haselzweig. Sie pflanzt ihn auf das Grab ihrer Mutter – und erhält dadurch Zugang zur Ahnenwelt. Der Haselstrauch wird zum Mittler zwischen den Welten und zur Quelle von Schutz, Rat und Hilfe.
Ein schriller Schrei erschüttert den Wald:
Dem Eichhörnchen fehlen drei Haselnüsse. Wer war das?
Aufgeregt begibt es sich auf Spurensuche – und plötzlich ist jeder verdächtig …
Eine beschwingt erzählte, liebevoll illustrierte Räubergeschichte
für Kinder von 4 bis 8 Jahren.